Pesto auf viele Arten – lernen Sie den Unterschied zwischen Genovese, Rosso und anderen Varianten kennen

Pesto auf viele Arten – lernen Sie den Unterschied zwischen Genovese, Rosso und anderen Varianten kennen

Pesto ist eine der vielseitigsten Saucen der italienischen Küche – und weit mehr als nur eine grüne Pastasauce. Sie eignet sich als Dip, Marinade, Brotaufstrich oder als aromatische Zutat in Suppen und Salaten. Doch was unterscheidet die vielen Varianten, die man in deutschen Supermärkten findet – von klassischem Genovese über rotes Rosso bis hin zu modernen Interpretationen mit Kräutern, Nüssen und Gemüse? Hier erfahren Sie, was hinter den verschiedenen Sorten steckt.
Der Klassiker: Pesto alla Genovese
Wenn man „Pesto“ sagt, denken die meisten an die grüne Variante aus Ligurien im Norden Italiens. Pesto alla Genovese besteht aus frischem Basilikum, Pinienkernen, Parmesan (oder Pecorino), Knoblauch, Olivenöl und etwas Salz. Der Name leitet sich vom italienischen Wort pestare ab, was „zerstoßen“ bedeutet – ein Hinweis auf die traditionelle Zubereitung im Mörser.
Der Geschmack ist frisch, aromatisch und leicht nussig. Klassisch wird Genovese mit Pasta serviert – besonders gut passt es zu Trofie oder Trenette. Aber auch als Dressing für Kartoffeln, als Brotaufstrich oder zu gegrilltem Gemüse ist es ein Genuss.
Tipp: Wenn Sie Pesto selbst machen, geben Sie das Öl nach und nach hinzu und mixen Sie nicht zu lange – durch die Wärme des Mixers kann das Basilikum bitter werden.
Die Rote: Pesto Rosso
Pesto Rosso, das rote Pesto, stammt aus Sizilien und ist das südliche Pendant zum grünen Genovese. Hier werden oft getrocknete Tomaten verwendet, die der Sauce eine tiefere, süßlich-würzige Note verleihen. Statt Pinienkernen kommen häufig Mandeln zum Einsatz, und als Käse wird meist Pecorino verwendet.
Rotes Pesto passt hervorragend zu Gerichten, die etwas mehr Fülle und Wärme im Geschmack vertragen – etwa zu Pasta mit Hähnchen, als Marinade für Fisch oder als Aufstrich auf Bruschetta. Auch in einer schnellen Tomatensauce sorgt es für zusätzliche Tiefe und Aroma.
Moderne Varianten mit Kräutern und Gemüse
Heute gibt es unzählige kreative Pesto-Varianten, bei denen Basilikum durch andere Kräuter oder Gemüse ersetzt wird. Das sorgt für neue Geschmackserlebnisse und macht es leicht, saisonale Zutaten zu verwenden.
- Rucola-Pesto – leicht bitter und pfeffrig, ideal zu Rindfleisch oder als Dressing in Salaten.
- Petersilien-Pesto – frisch und grün, perfekt zu Fisch und Meeresfrüchten.
- Koriander-Pesto – beliebt in der Fusionsküche, verleiht asiatischen Gerichten wie Nudeln oder Reis eine besondere Note.
- Grünkohl-Pesto – ein Winterfavorit, vitaminreich und kräftig im Geschmack, ideal zu Ofengemüse oder Kartoffeln.
Je nach gewünschtem Aroma können Sie verschiedene Nüsse verwenden – Walnüsse, Cashews oder Mandeln geben jeder Variante ihren eigenen Charakter.
Vegane und laktosefreie Alternativen
Traditionelles Pesto enthält Käse, doch eine vegane Version lässt sich ganz einfach zubereiten. Ersetzen Sie den Parmesan durch Hefeflocken, die eine angenehm würzige Umami-Note verleihen, oder verwenden Sie pflanzlichen Käse. So bleibt das Pesto cremig und aromatisch.
Für eine laktosefreie Variante können Sie Pecorino wählen (oft aus Schafsmilch und von Natur aus laktosearm) oder den Käse ganz weglassen und stattdessen etwas mehr Nüsse und Salz verwenden.
Pesto im Alltag – mehr als nur Pastasauce
Pesto ist unglaublich vielseitig. Hier einige Ideen, wie Sie es in der Küche einsetzen können:
- Mischen Sie einen Löffel unter gekochte Kartoffeln oder gedünstetes Gemüse.
- Verwenden Sie es als Marinade für Hähnchen, Fisch oder Tofu.
- Streichen Sie es auf Brot oder Pizza anstelle von Tomatensauce.
- Rühren Sie es in Joghurt oder Frischkäse für einen schnellen Dip.
- Geben Sie einen Teelöffel in Suppen für mehr Tiefe und Frische.
Im Kühlschrank hält sich Pesto etwa 4–5 Tage in einem gut verschlossenen Glas. Ein dünner Ölfilm auf der Oberfläche schützt Farbe und Geschmack.
Eine Sauce mit unendlichen Möglichkeiten
Ob Sie den klassischen Genovese bevorzugen, den sonnenverwöhnten Rosso oder eine moderne Variante mit Grünkohl – Pesto zeigt, wie einfach und kreativ die italienische Küche sein kann. Mit wenigen Zutaten und etwas Fantasie entsteht eine Sauce, die selbst einfache Gerichte veredelt.
Also: Greifen Sie zu Mörser oder Mixer, probieren Sie neue Kombinationen aus und entdecken Sie, wie vielseitig Pesto wirklich ist.











